Musik zu St. Katharina

Jahresprogramm 2018/19
Konzerte in der Pfarrkirche St. Katharina Horw 


Sonntag, 4. November 2018, 17.00 Uhr
Wenn das Schilfrohr singt
Kammermusik für Oboe, Fagott und Orgel

In Ovids Metamorphosen flüchtet Syrinx vor dem sie begehrenden Hirtengott Pan. Verzweifelt fleht Syrinx ihre Schutzgöttin an, sie zu verwandeln. Pan will sie umfassen, doch plötzlich hält er nur ein Schilfrohr in den Armen. Als der Atem des frustrierten Gottes durch das Schilf streicht, entstehen ergreifende Laute. Daraufhin fertigt sich Pan aus dem Schilfrohr eine Flöte und spielt auf ihr seine Lieder. Wohl nicht zufällig vertonte Benjamin Britten diese Szene für Oboe solo. Deren Mundstück besteht nämlich wie auch jenes des Fagotts ebenfalls aus Schilfrohr. Wenn Renato Bizzotto (Oboe) und Andrea Cellacchi (Fagott), begleitet von Martin Heini (Orgel), Werke von Britten, Vivaldi, Händel u.a. interpretieren, vermögen auch sie mit dem singenden Klang ihrer Instrumente das Publikum zu berühren.


Sonntag, 9. Dezember 2018, 17.00 Uhr
Songs of Praise
Liturgische Vesper im Advent

Die musikalische Gestaltung dieser vorweihnächtlichen Feierstunde steht ganz im Zeichen der englischen Chor- und Orgelmusik der Gegenwart. Eine prägende Gestalt in diesem populären Genre ist John Rutter. Unter der Leitung von Alexei Kholodov bringt der Katholische Kirchenchor Horw Lobgesänge dieses weltweit erfolgreichen Komponisten zur Aufführung, so etwa ‚Look at the World’ oder ‘The Lord bless you and keep you’. Martin Heini begleitet den Chor an der Orgel und stimmt seinerseits mit Robert Prizemans Orgeltoccata ‚Songs of Praise’ ins Lob ein. Romeo Zanini, Diakon und Pastoralraumleiter, steht der Liturgie vor.


Sonntag, 6. Januar 2019, 17.00 Uhr
Concerto italiano
Kammermusik an Epiphanie

Seit jeher setzen italienische Künstler neue Massstäbe, sei es in der Architektur, der bildenden Kunst oder der Musik. Sie spielten auch im musikalischen Barock zwischen 1600 und 1750 eine führende Rolle und inspirierten zahlreiche Komponisten in ganz Europa. Pius Strassmann (Blockflöte), das cellini consort mit den Gambisten Thomas Goetschel, Brian Franklin und Tore Eketorp, Azul Lima (Laute) und Martin Heini (Orgel) spielen ein Orgel- und ein Blockflötenkonzert von Giuseppe Sammartini. Den Werken des Mailänder Meisters stellen sie Johann Sebastian Bachs Italienisches Konzert in einer Bearbeitung für drei Gamben sowie Werke des Belgiers Nicolaus à Kempis gegenüber, der in italienischer Manier der Zeit um 1650 komponierte. 



Sonntag, 17. März 2019, 18.30 Uhr
Welcome to all the pleasures
Vorhang auf für Henry Purcell!

Ein zeitgenössischer Guide führt das Konzertpublikum an die Wirkungsstätten des Orpheus Britannicus. Der musikalische Rundgang zeigt den Komponisten als Schöpfer von berückend schönen Songs, glanzvollen Melodien für die Zeremonien an der Westminster Abbey und der königlichen Kapelle, Dramatik für die beiden Theater ‚The King's Company’ und ‚The Duke's Company’, aber auch von gefälliger Unterhaltung und derbem Spott für die Tavernen Londons. Elsbeth Burgener-Hunger (Sopran, Flöte), Donat Burgener (Tenor), Jürg Eichenberger (Cello), Martin Heini (Orgel) und Markus Diebold (Guide) schöpfen aus dem reichen Fundus eines der kreativsten und innovativsten Komponisten des Barock.


Samstag, 11. Mai 2019, 19.30 Uhr
Genfer Orgelge(t)witter
Orgelrezital zum Muttertag

Wenn Vincent Thévenaz sich an die Orgel setzt, ist ein einmaliges Konzerterlebnis garantiert. Der Titularorganist an der Kathedrale St. Pierre in Genf und Professor an der Musikhochschule Genf tritt weltweit als gefragter Konzertorganist auf. Neben Werken aus dem Orgelrepertoire von Mendelssohn, Frank oder Boëly interpretiert er Bearbeitungen bekannter Orchesterwerke wie der Danse macabre von Saint-Saëns oder des Pilgerchors aus dem Tannhäuser. Mit der Passacaglia von Otto Barblan, vor hundert Jahren ebenfalls Titulaire an der Genfer Kathedrale, überbringt Thévenaz einen besonderen musikalischen Gruss aus seinem Wirkungsort. Zudem überrascht er mit Trouvaillen wie etwa Schumanns ‚Vogel als Prophet’ mit seinem verheissungsvollen Zwitschern.


Dienstag/Mittwoch, 25./26. Juni 2019
Hitu embrüff, mooru embrii
Orgelfahrt ins Wallis

Für Orgelfreaks ist das Wallis ein wahres Eldorado. Wo sonst gibt es auf engstem Raum so viele historische Orgeln zu entdecken? Nach einem ersten Halt im Obergoms führt die Reise mit Simon Hebeisen und Martin Heini weiter nach Visperterminen, dem hoch gelegenen Bergdorf der Superlativen. Hier liegt nicht nur der höchstgelegene Weinberg Europas. Die Waldkapelle beherbergt auch eine der ältesten erhaltenen Walliser Orgeln. Ein weiteres Bijou ist die Orgel in der Riti-Kapelle in Eyholz. Eine optisch wie klanglich spannende Neuinterpretation der typischen Walliser Orgeln stellt die unlängst realisierte Goll-Orgel der Dreikönigskirche Visp dar. Zum Abschluss fahren wir talabwärts zur spätgotischen Schwalbennestorgel der Basilique de Valère in Sion, einer der ältesten Orgeln der Welt.



Disposition der Goll-Orgel (1996)

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